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Insolvenzberatung

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Das Privatinsolvenzverfahren bietet auch für hoch verschuldete Privatpersonen die Möglichkeit der Restschuldbefreiung und somit die Chance auf einen wirtschaftlichen Neubeginn.

 

Die wichtigsten Leistungen unserer Insolvenzberatungsstelle:

 

  • Klärung der finanziellen Situation
  • Sicherung der Lebensgrundlage
  • Erarbeitung eines Planes zur außergerichtlichen Schuldenbereinigung
  • Verhandlungen mit Ihren Gläubigern
  • Ausstellen der Bescheinigung über das Scheitern des außergerichtlichen Einigungsversuchs
  • Erstellung des Antrags zur Einleitung des Privatinsolvenzverfahrens samt der benötigten Stundungsanträge
  • Beratung und Begleitung während des gesamten Insolvenzverfahrens
  • Beratung nach Terminvereinbarung - bei Bedarf auch außerhalb der Geschäftszeiten

 

 

Insolvenzberatung ist:

Das Privatinsolvenzverfahren hilft gerade den Menschen, die aufgrund ihres geringen Einkommens nicht in der Lage sind ihre Verbindlichkeiten in einem absehbaren Zeitraum zu tilgen. Ohne den privaten Konkurs wäre ein Großteil der Betroffenen bis zum Lebensende überschuldet, ohne jede Hoffnung der Schuldenfalle jemals zu entkommen.

Der Schuldner ist jedoch auf professionelle Hilfe und Unterstützung während des gesamten Verfahrens angewiesen. Die erste Anlaufstelle eines Schuldners, der das Privatinsolvenzverfahren durchlaufen will, ist deshalb eine so genannte „geeignete“ Stelle oder Person, welche den Schuldner während des Verfahrens unterstützt. Dies können u. a. Rechtsanwälte, Rechtsbeistände oder Schuldnerberatungsstellen sein.

Schuldnerberatungsstellen benötigen zur Insolvenzberatung die staatliche Anerkennung der jeweiligen Bezirksregierung. Da sogar in diesem Bereich mit der Not der Menschen Geld verdient wird, bieten auch „schwarze Schafe“ ihre Hilfe zur Einleitung eines Insolvenzverfahrens an, obwohl sie keine Anerkennung vorweisen können.

 

In der Praxis läuft das Privatinsolvenzverfahren wie folgt ab:

Unsere Beraterin unterbreitet im Rahmen des außergerichtlichen Einigungsversuchs allen Gläubigern des Schuldners einen konkreten Zahlungsvorschlag. Wird der Vorschlag von den Gläubigern angenommen, endet praktisch das Verfahren schon hier.

Scheitert der außergerichtliche Einigungsversuch, erhält der Schuldner eine Bescheinigung von unserer Beratungsstelle und muss beim zuständigen Insolvenzgericht einen Antrag auf Durchführung des Insolvenzverfahrens stellen. Das Gericht kann dann zuerst ein gerichtliches Schuldenbereinigungsverfahren durchführen, in dem alle Gläubiger des Schuldners durch das Gericht angeschrieben werden und ein weiterer Zahlungsvorschlag unterbreitet wird.

Scheitert auch dieses Verfahren am Willen der Gläubiger, beginnt das eigentliche Insolvenzverfahren. Das gerichtliche Schuldenbereinigungsverfahren wird (im Normalfall) bei einem Scheitern des außergerichtlichen Einigungsversuchs jedoch nur in Ausnahmefällen durchgeführt.

Während der so genannten Wohlverhaltensphase muss dann der Schuldner sechs Jahre den pfändbaren Teil seines Einkommens an einen Treuhänder abführen. Dieser verteilt die Beträge anteilsmäßig an alle Gläubiger.

Hat sich der Schuldner während des gesamten Verfahrens redlich verhalten und keine Obliegenheiten verletzt, wird ihm die Restschuld nach sechs Jahren erlassen. Forderungen aus Straftaten oder ähnlichen Handlungen sind von der Restschuldbefreiung ausgeschlossen.

 

Der Schuldenerlass wird dem Schuldner nicht einfach geschenkt.

Es bestehen so genannte Obliegenheitspflichten, die während des Verfahrens zu erfüllen sind:

Der Schuldner ist verpflichtet, während der Dauer des Insolvenzverfahrens eine angemessene Erwerbstätigkeit auszuüben und sein pfändbares Einkommen über einen Treuhänder an die Gläubiger abzuführen. Sollte der Schuldner ohne Beschäftigung sein, muss er sich um eine solche bemühen und darf keine zumutbare Tätigkeit ablehnen. Der Schuldner ist auch verpflichtet, den Insolvenzverwalter bzw. Treuhänder sowie das Insolvenzgericht über alle wesentlichen Veränderungen hinsichtlich seiner persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnisse zu informieren. Beispielsweise muss er jede Veränderung seines Wohnsitzes unverzüglich mitteilen und jedwedes Vermögen oder sonstige Einkünfte offen legen.

 

Die Schuldnerberatungsstelle des Diakonischen Werkes Ingolstadt ist seit 1998 von der Regierung von Oberbayern als Insolvenzberatungsstelle anerkannt:

Unsere Insolvenzberatungsstelle wird jährlich von etwa 150 Ratsuchenden aufgesucht, die an der Einleitung eines Privatinsolvenzverfahrens interessiert sind.

Da Wartezeiten von bis zu 12 Monaten für die betroffenen Menschen nicht tragbar sind, hat sich das Diakonische Werk Ingolstadt entschlossen, trotz tatsächlich nicht vorhandener Planungssicherheit in Vorleistung zu treten und die Insolvenzberatung auszubauen. Die Diakonie möchte möglichst zeitnah helfen und hat deshalb seit August 2010 mit Frau Maria Rost eine qualifizierte Fachfrau für die Insolvenzberatung eingestellt. Damit konnte die Wartezeit bereits erheblich eingeschränkt werden.

Unsere Fachkraft für Insolvenzberatung ist die kompetente Anlaufstelle für die von uns in das Insolvenzverfahren geleiteten Menschen. Sie steht den Betroffenen für den gesamten Zeitraum von sechs Jahren mit Rat und Hilfe zur Seite.





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